Tomaten auf den Augen

Heute habe ich mit wachsender Besorgnis registriert, dass Liam eine harte Beule am Röhrbein hat; lahmen tut er wirklich nicht; wenn man googelt, klingt es nach einem Überbein, was *wahrscheinlich* nicht so wild ist:

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Aaaaber ich mache ja laufend Bilder, und dann merke ich… dann hatte er ja auch schon die Beule.. und dann auch…

Hier vom 5.5.

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6.5

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Moral der Geschichte??????

 

–>Beine abtasten. Ich bin jetzt mal gespannt, was die Tierärztin dazu meint, aber ich hoffe ja, dass das Hunnenpony zumindest hier seinem Namen gerecht wird und ein gehärteter Krieger ist.

Wenn nicht, kann ich ja sehen, ob vielleicht die Blogdomäne Montagspferd.com noch zu haben ist…. 😀

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Reitunterricht!

Aaaaaalso…*drumroll*….

 

wir hatten Reitunterricht mit einer neuen Reitlehrerin! Und das war ein sehr positives Lernfeld, und ich konnte wirklich etwas mitnehmen! Und das schöne ist, Liam fand es AUCH schön! So soll es sein.

Die RL ist auch Osteopathin, und hat bei Liam gleich einen festen ersten Halswirbel festgestellt; sie hat darauf getippt, dass so was entstehen kann, wenn das Pferd plötzlich und mit aller Kraft nach dem Gras zieht. Neinnnnn:) sowas würde Liam NIE machen!! 😀

1) Sie hat mir gezeigt, wie ich sein Genick ganz sachte stelle. Weniger ist mehr. Liam war diese Stunde sehr fleißig und fabelhaft sensibel am Schenkel; sie hat gemeint, das liegt am Genicklockern; ich denke es ist noch ein bisschen früh, seine heutige Tagesform auf die Genickübung zurückzuführen, aber ich bin sehr offen gegenüber der These, und gespannt, ob diese Übung tatsächlich so effektiv ist!

2) Liam war heute sehr auf der Vorhand, und ist unglaublich gekippt; er denkt, er soll sich biegen, und lässt seine innere Schulter fallen. Ich versuche das dann mit dem äußeren Zügel zu korrigieren. Allerdings mache ich dabei meinen Ellenbogen fest, und die neue RL sagt, dass so ich mein eigenes Gewicht nach innen verlagere, und daher das Pony ERST RECHT nicht gerade gehen kann; und siehe da, mit weichen Ellenbogen geht es sehr viel besser. Sehr überzeugend!

3) Die dritte Sache, die wir angesprochen haben, ist das Grasen. Die neue RL verspricht, dass ich mit ihrer Methode Liam ohne Fressen durch langes Gras reiten können werde. Die Methode besteht darin, nicht das Pferd zu strafen, wenn er doch frisst, sondern das Hochkommen zu belohnen; und wenn man wirklich nicht möchte, dass er frisst, dann hält man den Zügel fest bei sich..

Also, das klingt traumhaft, und ich bin sehr offen gegenüber diesem neuen, allerdings habe ich meine Zweifel – schließlich ist das Liams großes, schreckliches Laster. Liam ist auf Trimmkost und hat immer immer immer Appetit, und daran wird sich nix ändern…*

Alles in allem eine tolle Sitzung, in der zwar nicht viel ‚aufregendes‘ gemacht wurde, aber Liam war sehr fleißig und fröhlich, und ich habe was gelernt 🙂 jetzt bin ich gespannt, wie es weitergeht, und ob diese Erziehung ohne (?) Strafe denn funktioniert auf lange Sicht!

 

PS Die neue RL hat gesagt, sie hat schon lange nicht mehr so einen lockeren Rücken wie Liams gesehen 🙂 🙂

* also, für alle Leute, die es unfair finden, dass Liam nicht alles fressen darf, was er will: googelt mal Hufrehe und EMS…

Nostalgia

This quote comes from Mrs Bennet – if she were real, sensible, and into horses:

‚It is a truth universally acknowledged that when life gives you lemons, it is most definitely time to spend some time with the pony and then update your blog‘

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Diese BIlder sind von letztem Jahr, und ich habe sie erst vor kurzem wieder gefunden. Diese Bilder habe ich mit einer Agfa Isolette geschossen, sind also Bilder, die nicht auf alt gephotoshopped sind, sondern tatsächlich mit Film geschossen wurden:) Es sind immer noch eines meiner LIeblingsfotos vom Hunnenpony:

Alles ist golden im Ponyland

Wie der Titel schon sagt, alles ist aktuell in bester Ordnung:):):)*

Liam steht jetzt im Sommer schon ein Weile wieder zusammen mit seiner BFF der Hexe, und sie schmusen und ärgern sich gegenseitig, und essen natürlich alle aus demselben Schüsselchen:

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und Gras, natürlich, das ist wichtig:

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FÜR DIEJENIGEN, die das Thema ‚Ekzemerdecke ja oder nein?‘ langweilt, bitte den nächsten Paragraphen überspringen:)

Die Ekzemerhalsdecke… ich bin mir nicht ganz sicher: es ist besser, aber den durchschlagenden Erfolg hat es bis jetzt nicht gebracht. ABER die Decke hat einen SEHR hohen Tragekomfort, drückt nirgends, er schwitzt nicht, und die Decke verrutscht überhaupt nicht (obwohl ich keine Ahnung habe, warum die Decke so schön hält…:)). DAHER: er wird die Decke den Sommer über tragen, wir werden Insektenspray sparen und seine Mähne wird einen Ticken voller bleiben…

Wir haben einige schöne Ausritte und Spaziergänge gehabt. Liam ist zwar irgendwie nicht soo spritzig zur Zeit, aber er marschiert auch alleine so zielstrebig und selbstständig in einem anständigen Tempo unsere Waldwege entlang, es ist eine wahre Freude:D:D. Kein Stehenbleiben, kein Herdenzwang, keine Nervosität, nur vorwärts (und der ein oder andere Grasbüschel)

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Wir haben auch fleißig geübt, ‚Wurmkur‘ zu geben:

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C’est ca!:) Das reicht für heute:)

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*Alle Bilder wurden auf Oldie gephotoshopped, um zu kaschieren, dass es sich um schnöde Handybilder handelt:)

Profit der homöopathischen Pharmakaindustrie?

Ich habe mich heute mit einer guten Freundin, die auch glühende Verfechterin der Homöopathie ist, unterhalten über – Homöopathie. Ich habe ein bisschen Ärger bekommen, weil ich Homöopathie mit 1) Religion, und 2) der Verwendung von schwarzen Hahnengehirn bei den Römern gegen Tollwut verglichen habe.

Der Römer sagt, nachdem sein Kind doch nicht an der Tollwut starb, nachdem es das Gehirn eines schwarzen Hahnes aß: ‚Aber es wirkt!‘ (‚Sed effecit!!‘:)) ‚Wer heilt, hat Recht!‘ (‚medens rectus est!!:))

Entschuldige, ich konnte nicht widerstehen, ein ganz klein wenig zu sticheln – es ist kein Beleg, dass, weil Behandlung A nicht wissenschaftlich ist, Behandlung B (also Homöopathie) auch unwissenschaftlich ist, nur weil dieselben Argumente für beide Positionen vorgebracht werden. Nebenbei bemerkt waren die Römer nicht dümmer als wir. Es ist schwierig, komplexe Vorgänge anhand von wenigen Fällen zu erfassen, und in der Not tut man einiges. Außerdem bin ich sicher, dass in 200 Jahren heutige medizinische Praktiken auch widerlegt oder völlig überholt sein werden.

STUDIEN belegen, dass Homöopathie unwissenschaftlich ist. (zur Sachlage z.B. Ernst (2007) ‚Commentary. The Truth about Homeopathy‘, British Journal of Clinical Pharmacology 1–2, unter http://www.dcscience.net/ernst-bjcp-07.pdf).

Eine Sache hat mich aber interessiert, und zwar das Argument, dass die Homöopathie gar kein Geld für wissenschaftlich signifikante Studien hat. Aha! Und Google hat einige SEHR interessante Sachen ausgespuckt, obwohl der englischsprachliche Raum weitaus mehr Info zu der Frage hat:

Erik Davis für Sceptic North, 2011: http://www.skepticnorth.com/2011/02/bankers-buyouts-billionaires-why-big-herba%E2%80%99s-research-deficit-isn%E2%80%99t-about-the-money/. Zu der französischen Firma Boiron:

‚French giant Boiron (EPA:BOI) is by far the largest distributor of natural health products in Canada – they’re responsible for nearly 4000 (15%) of the 26,000 products approved by Health Canada’s Natural Health Products Directorate. They’re also one of largest natural health products companies globally, with 2010 revenues of €520M ($700M CAD) – a size achieved not just through the success of killer products like Oscillococcinum, but also through acquisitions. In recent years, the company has acquired both its main French rival Dolisos (giving them 90% of the French homeopathy market) and the largest homeopathy company in Belgium, Unda.

So this is a big company that’s prepared to spend money to get even bigger. What about spending some of that money on research?  Well ostensibly it’s a priority: “Since 2005, we have devoted a growing level of resources to develop research,” they proclaim in the opening pages of their latest annual report, citing 70 in-progress research projects. Yet the numbers tell a different story – €4.2M in R&D expenditures in 2009, just 0.8% of revenues.

The result: while pharma typically spends upwards of 15-20% of revenues on research, Big Herba contributes less than a tenth of that.

To the question of why, I’d like to propose simply that they don’t need to.  The products are clearly selling well already, and without the regulatory approvals pharmaceuticals require, spending money on research presents more risk than reward.  After all, if you don’t conduct research, you can’t find out that your product doesn’t work.

In other words, Big Herba is behaving exactly as Big Pharma might if it had no government oversight.  And if that doesn’t give you reason for pause before you pop that next Ginko tablet, I don’t know what will.‘

Schließlich ein kleines Schmankerl zu dem Wissenschaftler an der Spitze von Boiron, Belon, dessen Studien problematisch sind oder fehlerhaft zu sein scheinen: http://www.dcscience.net/2007/09/18/another-nail-in-the-coffin-of-homeopathy/.

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Ich bin kein Naturwissenschaftler, und die Artikel sind nicht in allen Fällen peer-reviewed, und daher ‚to be enjoyed with a pinch of salt‘:), aber sie zeigen meiner Meinung nach sehr, sehr interessante Zahlen!!