Liam kriegt einen Latz für seine Halsdecke debastelt

Also, zuerst wollte ich diesen Blogpost ‚DONT DIY LIKE THIS‘ nennen, weil ich mich so unsäglich dumm dabei anstelle, aber mittlerweile kann ich einen Prototyp eines Latzes vorstellen, der eventuell tauglich ist:

DSC_2504Ich wiederhole: es ist ein Prototyp, und ich weiß, dass der Ausschnitt etwas nach vorne hin weiter und dass der Elastik etwas enger sein muss, damit wirklich kein Huf da rein kommt. Und dass ich den Stoff etwas hinten raffen muss.

 

Ich wollte einen Latz, der wirklich Schulterfreiheit erlaubt, und trotzdem dicht ist. Die Halsdecke die wir bisher hatten, hält einfach nicht jede Mücke ab, und an heißen/mückigen Tagen funktioniert sie mir nicht gut genug.

PS das hier ist tatsächlich der VIERTE Prototyp. Ihr wollt nicht wissen, wie die anderen aussehen!

Liams Großmutter

Ratet mal was?

Liams Großmutter war/ist? ein Distanzreitpferd gewesen!! So in etwa hab ich das auch schon gewusst, aber dass Polly of Tormore wirklich so flott unterwegs war hätte ich jetzt nicht gedacht! http://www.egbarchive.endurancegb.co.uk/horse_results.php?horse_id=28041

11 km/h auf 80 km, das klingt sehr sportlich!

Liam, you have big shoes to fill! Kidding, just a little bit, but still 🙂 Big shoes.

Blessuren verarzten nach der Strick-your-own-Müsli-Methode:)

Also, Liam hat sich im Gesicht die alleräußerste Hautschicht abge*Bitte-Verb-einfügen* (weil ich weiß nicht, wie er das gebastelt hat). Tatsache: es ist nicht besonders schlimm, aber na klar will ich da was drauftun:

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Ein gespaltenes Aloe Vera Blatt hält recht stabil für so 10 min auch bei diversen Fliegen-Verscheuch-Massnahmen, bis das Blatt zu trocken wird und anfängt sich abzulösen. Und ich habe schon oft feststellen können, Aloe Vera hilft wirklich toll!!

ALLERDINGS ACHTUNG: während die Pferdis das jetzt nicht als soo essbar eingestuft haben, sollte man gut aufpassen! Die Schale ist nämlich abführend und ich kann mir nicht vorstellen, dass das irgendwas im Pferdemagen verloren hat…

PS weil ich ein schrecklicher Blogger bin, habe ich kein eigentliches Bild von seiner neuen Schramme gemacht…sry!

Auf der Suche nach der goldenen Mitte

Letztes mal habe ich ja das Thema ‚Schenkelschule‘ angesprochen: Click!  Und auch Hier haben wir Kontakt zur Schenkelschule gehabt.

Gefallen hat mir/uns das nicht soo gut, und ich bin mir sicher, dass das eine stark wertende Beschreibung von mir war. So wie ich das kennengelernt habe, ist das eine stupide, mechanische Methode, die das Pferd garstig macht, und irgendwo auch den Reiter.. zumindest meine Meinung 🙂

Dann habe ich diesen Blogbeitrag von Lieblingspferdchen wiederentdeckt: http://www.coreloop.com/friends/tamina/wordpress/?p=1459 und was soll ich sagen, ich habe mich in dem Artikel so wiedergefunden: ich zitiere mal:

„Was ist wenn das Pferd es prinzipiell verstanden hat aber dennoch nicht prompt und voller Schwung und Eifer reagiert und losmarschiert wie ein Paradepferd? Ich denke kaum, dass es nicht will. Ich denke es kann vielleicht nicht. Ja! Und zwar nicht weil es lahm ist oder ähnliches sondern weil es sich verkrampft. Bei Rennpferden konnte in einer Studie gezeigt werden, dass die Peitsche im Endspurt keinen Einfluß auf den Sieg hat und in einem Rennpferdetrainingsbuch, dessen Titel ich gerade nicht parat habe, wurde sogar gemutmaßt, dass die Peitsche im Endspurt die Pferde sogar langsamer macht, eben weil sie sich verkrampfen und dann keine optimale Leistung mehr bringen können. Vielleicht halten sie sogar den Atem an“

Und

„Man sollte lieber mal an sich arbeiten bevor man meint irgendetwas am Pferd verbessern zu wollen. Meistens muß man dann nämlich gar nichts mehr am Pferd verbessern wenn man sich fertig korrigiert hat.“

Ja, das klingt richtig!!! Liam weiß auch, was Schenkel bedeutet, und kann darauf auch fein reagieren, aber eigentlich ist es ja kein Wunder, dass er manchmal zäh ist, wenn ich die letzten Monate (?) unbewusst wie eine schiefe Gurke geritten bin, oder?? Ich bin sicher, da spielt seine mangelnde Kondition schon auch eine Rolle, aber trotzdem…. wo ist denn nun der Unterschied zwischen Zwingen und ‚Stark-ans-Herz-legen‘?

Also, ich fühle mich in meinem Wunsch bestärkt, Liam und mir ein bisschen mehr Zeit zu geben. Wir werden an meiner/unserer Schiefe und meinem Hohlkreuz arbeiten, Übergänge machen, Tempounterschiede reiten und dabei so fein wie möglich sein. Wir werden Kondition üben, Schulterherein üben, Berge klettern und Rückwärts den Berg hoch richten. Und das ist ja auch ein vernünftiger, konsequenter Plan, der nichts mit Nachgiebigkeit und Pferd-Vermenschlichen zu tun hat.. oder?

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In anderen Nachrichten: den Pferdis gehts gut! 🙂 Allerdings ist im Moment im Stall halligalli mit dem Bau des neuen Kuhstalls, und unser Paddock wird dadurch sowohl kurzfristig als auch langfristig unbekannt stark in Mitleidenschaft gezogen. Wenn ich ehrlich bin, bin ich stark besorgt, was dabei rauskommt, und ob das dann noch die Sorte Stall ist, wo ich mein Pferd stehen haben möchte… ?

Reitstunde!!!

Äh, also wir haben uns eine Reitstunde gegönnt! 🙂 Mit unserer tollen, ALTEN Reitlehrerin!:)P1060193

Bei der ganzen Sache haben wir viel gelernt, viel Spaß gehabt, aber es gab auch Punkte, die mich innerlich hadern lassen, und mich wieder in der Tiefe meines Herzens überlegen lassen – was und wieviel ist genug, und wieviel is zu viel.

Aber alles der Reihe nach! 🙂

In letzter Zeit kämpfen wir ja extrem mit der Schiefe – rechts rum geht viiiiel besser als linksrum. Und das ist in dieser Stunde SO VIEL besser geworden! Vor allen Dingen, sinnigerweise, indem wir an meiner eigenen Schiefe arbeiten. Ich habe mir – obwohl erst vor ca. 1-2 Monat als gradesitzend von der Sattlerin bezeichnet – angewohnt die rechte Seite zu entlasten. Und ungefähr so lange hat unser Schiefeproblem angedauert.

TADA!! Rätsel gelöst! 🙂

Die Frage ist jetzt: was habe ich vor einem Monat mit meinem Körper gemacht???

Es hat eine Weile gedauert, bis Liam darauf angesprochen hat (schließlich hat er sich ja an mich gewöhnt – und ich war schief!), aber dann! Konnte man sich linksrum fast genauso nett biegen wie rechts!

–> rechte Schulter zurücknehmen, mehr Gewicht nach rechts, tiefer nach unten sitzen/rechte Seite länger machen. Desweiteren: nicht so stark im Hohlkreuz sitzen, Arme nicht abspreizen. Hier kann man das Problem gut sehen (und man kann gut sehen, dass wenigstens Liam zu diesem Zeitpunkt sich – trotz mir – gut biegt):

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Wir wurden gelobt, dass wir wenig verlernt haben, dass er entspannt ist, und Liam war total vernarrt in unsere RL – gucken und Kopf zum Flauschen hinhalten! 🙂

Aber: Liam war faul. Überhaupt nicht prompt, und man musste ihn mehrmals mit der Gerte batschen. 😦 Unsere RL hat sogar gemutmaßt, dass er einen Lungenschaden von der ganzen Eskapade vor 2 Jahren (als die Lunge voll zugeschleimt war) mitgenommen hat! Liam hat auch nur wenig Muskeln aufgebaut, und auf den Fotos sieht er auch mal wieder wie eine schlacksige (sehr süße!!! ❤ ) Remonte aus…

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Und dann hat sie das Thema Schenkelschule angesprochen: das ist Batschen wenn schon die leiseste Schenkelhilfe nicht nützt. Das haben Liam und ich schon mal probiert, und wir haben es gehasst: https://hunnenpony.wordpress.com/2015/03/08/ausritt-unterricht-und-zweifel/

Also habe ich sie gefragt, wie sie es macht, und sie hat geantwortet, dass ihr Pferd das nicht braucht. Und da sind wir wieder beim faulen. In der Konsequenz heißt das ja, dass manche Pferde einfach mehr zu ihrem „Glück“ gezwungen werden müssen. Unsere alte RL hat jetzt nicht gesagt, dass das der einzige Weg zu gutem Reiten ist, dass jeder entscheiden muss, wie man reiten möchte, aber es steht irgendwie im Raum.

Ich schwöre: AB HEUTE GEHEN WIR 6 Tage die Woche reiten. Und im Gelände werde ich einen flotten Schritt fordern. Projekt Fitness hat angefangen! Liam, tröste dich: mehr Sport heißt mehr essen 🙂 .

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Liam und ich erweitern unsere Komfortzone

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Also, da unsere bisherige Route durch den Wald geschottert wurde, habe ich mich beschlossen, dass es Zeit ist, Liam aus seiner Komfortzone zu holen.

Die Sache ist die, wir haben echt lange gebraucht, um einige Wege zu erarbeiten, die wir auch alleine reiten können. Ich bin einfach ein vorsichtiger Reiter, und ein fauler Reiter – auf einem durchgehenden oder erstarrten Pony einen Ausritt zu tätigen, ist mir einfach zu gefährlich, und anstrengend!! Daher der Fokus auf EINEN Weg, den wir meistern können.

Tja, was soll ich sagen? Liam ist einfach ein großes Pony geworden. Er war zwar an einem Abschnitt etwas guckig, aber das ist ja völlig legitim!! Wir sind sogar eine Straße überquert, wo die Autos recht schnell fahren.UND Liam hat einen ultralauten Laster toleriert, der 1 m neber uns rückwärts vorbeigefahren ist?! (KEIN KOMMENTAR. Manche Menschen…)

Fazit: FEINES PONY 😀

Was Liam und ich machen, wenn wir elegant sein wollen

TADAAA!!! Ein VIDEO! Das korrekt embedded ist! 🙂

In generellen Nachrichten, so sehen Liam und ich im Moment aus beim Reiten auf dem Platz. Ich weiß, es ist genügend Platz nach oben da (Stichwörter: Hinterhand aktivieren, Biegen, klopfender Schenkel), aber ich finde, wir sehen nett und entspannt aus, besonders auf der rechten Hand) und darauf kann man aufbauen! 🙂