Halbherzig beim Pferd sein…

…ist einfach nur dumm.

Man sollte auf jeden Fall die Zeit und ein Konzept haben, und trotzdem passiert es mir immer wieder, dass ich mit ganz wenig Leckerlis und begrenzt Zeit irgendwas mit Pferdi machen möchte. Schließlich soll er sich ja viel bewegen, und ich wollte Hufschuhe für hinten testen und und…

So auch heute: Liam bleibt gerne auf dem Hinweg viel stehen – ich habe das weniger gerne. Statt das vorwärtsgehen zu erklickern, benutze ich eine inkonsequente Mischung aus pressure-release und laissez-faire (schließlich möchte ich die wenigen Leckerli, die ich habe, für das Aufsteigen aufsparen…). Das ist wenig effektiv und ich merke beim Loslaufen, dass ich anfange sauer zu werden…
Dieses Gefühl habe ich allerdings schnell erkannt und abgestellt! Das rechne ich mir durchaus positiv an 🙂

P1060641

Ich muss mich echt erinnern: Klickern ist genauso konsequent und diszipliniert wie jede andere Methode, wenn man es richtig macht! Und da muss ich an mir arbeiten!! Ich finde immer mein Pferd so lieb und nett (und das ist er ja auch *fast* immer), und bin dann dementsprechend überrascht, wenn doch mal ein Supergau kommt.*

Also ich möchte betonen, Liam war heute nur dröppelig und eigensinnig, die Überlegungen heute sind weniger die Konsequenz zu seinem Verhalten als zu meinem…
Der Rest vom Ausritt war nett, und ich freue mich, dass ich mal wieder erinnert wurde: mehr an mir selbst zu arbeiten, und mehr Verantwortung für eigene Fehler zu nehmen!!

Xxx

* Diesen Blogpost hätte ich am allerliebsten irgendwo tieeef in meinem Archiv versteckt, berichtet er doch von Halbwissen und einer groben Fehleinschätzung von Liams Innenleben…  (und ist ironischerweise der meistgelesenste Artikel im ganzen Blog!?)

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2 Gedanken zu „Halbherzig beim Pferd sein…

  1. Das passiert mir auch immer wieder: zu wenig Leckerli, was zu inkonsequentem Verhalten beim Clickern führen kann, und/ oder zu wenig Zeit, was zu Ungeduld führt :/
    Überaus wichtig finde ich, sich die festen Regeln zu überlegen und einzuhalten, was erlaubt ist und was nicht. Schwierigkeit dabei: wann handelt das Pferd aus Instinkten oder unkontrollierbaren Emotionen heraus, wann wird eine Handlung wirklich durchdacht durchgeführt?
    Zu den Regeln gehört für mich also auch, das Pferd genau zu kennen.

    Sich immer wieder zu reflektieren und zu hinterfragen ist da top. Hach, ist clickern schön 😀

  2. Ja, Selbstreflektion ist wirklich wichtig:) bin froh, dass es nicht nur mir so ähnlich geht… 🙂 irgendwann werden wir auch wieder einen Reitplatz haben, und dann hoffentlich auch wieder ein bisschen Reitunterricht, der mir mit der Struktur und Konsequenz noch mehr hilft… 😀

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