Es gibt eventuell einen Vorteil, mit 2 Pferden zu clickern

Bis jetzt empfand ich es ausschließlich als schwierig: ironischerweise ist Momo mein wesentlich leckerligeilerer Schüler, und ich komme kaum dazu, mit Liam zu clickern, weil Momo ist DA, im WEG, hyyyyyyyyypermotiviert. Statt mit Liam was zu machen, bin ich eigentlich dabei, Momo beizubringen, 2 m entfernt zu parken…

Auch beim Gassigehen fand ich es lange schwierig: wie markiere ich das Verhalten von einem Pferd? Wie verhindere ich, dass das andere Pferd in der Pause anfängt quatsch zu machen?

Dann auch die Tatsache: warum ist Liam so stumpf geworden beim Clickern? Zu wenig und konsequent gemacht oder einfach ein Fall von: er geht unter mit Momo, dem eifrigsten Pony des Universums (im Gegensatz zu Liam, dem ich-muss-manchmal-warm-werdensten Pony des Universums…?)

Soweit, so gut. Mittlerweile habe ich einige Methoden erarbeitet: um zwei Pferde in eine schöne Führposition zu holen, strecke ich die Hand vor mich und sage Touch, und clicke erst, wenn beide Pferde das machen. Auch beim Rückwärtsrichten vor dem Füttern müssen beide rückwärts, bevor es einen Click gibt. Ob sie verstehen, dass sie als Team geclickert werden? Ich glaube…?

Gefüttert wird immer das Pferd zuerst, dass die optimalere Kopfhaltung (=weg von mir) hat.

Letztens: Liam gafft und will sich nur die Pferde angucken und nicht weiter. Aber dieses mal habe ich Momo einfach nur Click plus reinforcement non stop gemacht, und Liam eingeladen. Liam hat eeeeeeeeewig gebraucht, um etwas neidisch zu werden, aber ich fand das ist ein Breakthrough, wie ich fortfahren möchte. Gut, dass ich Momo auch Leckerlis geben kann so viel ich will, ohne dass er zunimmt 🙂 . Hoffentlich kann ich durch Futterneid meine Diätleckerlis in Liams Augen etwas aufwerten 🙂

Und: ich werde versuchen, genau zu beobachten: macht es Liam wach, wenn er sieht, was er bekommen könnte? Oder doch traurig, und in dem Fall wird das Kleine Schwarze einfach mal abgesperrt, damit Liam zum Zug kommt 🙂