Hilfe, die Frau bastelt schon wieder!

– Alles gut, dieses mal dürfte es klappen! 😀 Hier ein Zwischenausblick von der geplanten Paddockerweiterung.

Die besondere Schwierigkeit dieses Projektes war auch gleichzeitig der größte Clou – die Einfahrt ist geschottert. Im Winter natürlich toll ohne Ende! Um Pfosten zu setzen – uhhh – nicht so toll 😉

Weitere Schwierigkeit – der grüne Pfosten (und der Stickel vor dem Heulager) müssen beweglich sein, um die Heulieferung zweimal im Jahr zu gewährleisten; der grüne Pfosten steht locker in einer Stahlhülle (dafür musste ich den Boden mit einer Spitzhacke bearbeiten.. )

3 Pfosten müssen noch gesetzt werden, und meine tollen Robinien fressdicht verpackt werden, aber dieses Projekt war doch überschaubar!

Und dann haben die Hottes mehr Platz und hoffentlich mehr Bewegungsanreize! 🙂


In weiteren Nachrichten war ich letztens auf einem längeren Ausritt, der super schön war, obwohl ich einmal den Liam verloren habe…. Man merke: Liam ist 100% gesund!


Und in der dritten Nachricht berichte ich mal wieder von einem Malheur, das ich ganz tief unten im Post verstecken möchte: vom Momo, der ein Kind umgerannt hat.

Ja.

Also.

Okay.

Will es eigentlich nicht erzählen.

Wir waren zu Besuch bei einer Freundin mit Garten, deren Kinder schon oft bei den Pferden waren. Die haben gegrillt und es war auch schön, die Pferde hatten etwas zu viel go, aber die erste Stunde war schön. Ich war aber nervös, es ist eben ein Garten mit Spielsachen und beweglichen Teilen und Menschen und Kindern und und und, und das sind teilweise auch Sachen, die sie nicht unbedingt kennen…

Aber meine Freundin hat auch immer wieder gesagt, was soll schon passieren, entspann dich, du musst sie nicht laufend im Auge behalten, sie können nicht auf die Straße und so dumm sind sie nicht. Ich schäme mich so, von dieser leichtsinnigen Aktion zu erzählen… was es natürlich nicht erklärt, aber definitiv ein Faktor für mich war: wenn mir jemand, die als Ärztin in der Notaufnahme arbeitet, die Pferdeerfahrung hat, mir sagt: „entspann dich, was soll passieren“, dann glaub ich das…

Auf jeden Fall hat Momo sich erschreckt, oder sich schein-erschreckt, oder er hat mich als Ausrede benutzt, einen tollen Sprint zu machen, und ist direkt ins Kind gerannt.

Ich war zuerst fuchsteifelssauer auf Momo. Warum ist er nicht UM das Kind herum??? Dachte mir, Momo ruiniert mein Sozialleben etc…

Im Nachhin, nachdem ich dieses Foto studiert habe: da war ne Menge Zeug, und es ist in diesem engeren Bereich, wo der Hund liegt, passiert. 😦 😦 😦

Also meine Schuld. Für mich mal wieder eine Lektion, meinem eigenen Ermessen mehr zu vertrauen, Kinder nicht alleine durch die Prärie laufen zu lassen. Wie ich das mit Besuchern im Stall handhaben will, kann ich noch nicht sagen. Will ich ihn immer anbinden bei kleinen Kindern? Bei kleinen Kindern: JA!

Für mich verwirrend auch wie entspannt die Mama damit umgegangen ist… ich fühle mich wegen der Situation zutiefst schuldig und bewusst eines Vertrauensbruches…

Aber: und da kommen wir zurück auf den Anfang des Postes zurück – ich gebe mir alle Mühe. Ich versuche laufend Auslauf und Bewegung für die Pferde zu optimieren. Diesen speziellen Fehler mache ich nie wieder.  Bis zum Winter ist der Auflauf 500-800 m2 groß… Jedesmal wenn Momo so einen Stinker macht, ziehe ich Konsequenzen und probiere eine neue Taktik.

Irgendwann kriege ich Rom noch erbaut!!!!!!!! 💪💪💪💪💪💪

Projekt brave Hottes

… und es macht schon Spaß! Wir waren ein paar mal auf ‚unserer‘ Reitwiese, wo ich jeweils ein Pferd hab grasen lassen und das andere bespaßt habe 🙂 Liam ist händig wie sonstwas, und versucht sich durch Galopphüpferl richtiger Arbeit zu entwinden. 🙂 ❤ Aber ich kenne meinen Pappenheimer! 🙂 Und es ist ja schon bestimmt 3/4 Jahr seit ich sowas richtig abgefragt habe!

Momo ist bemüht ohne Ende 🙂 Im Schritt klappt es ziemlich gut, aber im Trab sieht er immer noch aus, als ob seine Hinterhand auf einem anderen Kontinent wohnt… 😉

Als Handpferd ist Momo auch heute brav gewesen, er hat sich zwar ein paar mal erschreckt (obwohl er ja schon an sich nicht schreckhaft ist…) und hat einen Satz gemacht, aber er hat nicht gebuckelt und war da geblieben. Das nervigste war tatsächlich, wie er sich beim Anhalten umdreht und dann beim Anreiten erst mal Rückwärtsgerichtet werden muss.

Kinder hab ich aber schon seit einem Monat nicht mehr in den Stall mitgenommen 😦

Learning Curve and Problemsolving…

Gott segne meinen kleinen Stinker (=Momo), ich kann noch nicht mal sagen, dass er böse war – aber er hat seine Reitbeteiligung abgeworfen 😦 . Wir waren auf ‚unserem‘ Platz ebenen Wiese, und ich habe gerade Liam angefeuert, mal ein zwei Galoppsprünge zu machen – und Momo dachte, bei der Gelegenheit mache ich mit. Es ist niemand ernsthaft verletzt worden, ich habe ihn danach zur Sicherheit selbst eine Runde geritten, wo ich erneut festgestellt habe, dass Momo nach meinen Maßstäben fast nichts kann – er kann noch nicht mal um die Kurve traben. Er kann nicht den Rücken hergeben, hängt auf der inneren Schulter… die RB hat ihn auch wieder geritten, und er hat das brav gemacht, aber….

(und ich sitze jetzt gerade am PC und atme tief durch bevor ich das schreibe, aber…)

er braucht SO viel Input. Heute habe ich eine Stunde auf dem Platz mit ihm Genicklockern, Schulterverschieben und ohne Kopfschütteln antraben geübt. Es hat schon Spaß gemacht, entweder ich bin viel besser geworden seit meinen Anfangstagen, als ich Liam eingeritten habe (hier), oder Momo ist viel talentierter als Liam in seinem Körpergefühl (oder beides), aber im Schritt mit viel Führung kann er es nach einer Stunde kurze Stücke ganz gut. Antraben hat einmal sogar geklappt in Stellung… ich hoffe, ein besseres Körpergefühl, gepaart mit besseren Möglichkeiten, Übermut zu zeigen, und eine gewisse Desensibilisierung werden ihn weniger reaktiv machen. Früher sollte er auf kleine Körpersignale schnell Richtung und Tempo ändern können. Ich hätte ihn gerne etwas weniger reaktiv und etwas mehr selbstständig-mitdenkend-bedacht…

Bei Liam kommt was grade an Schnodder raus, hier wäre Inhalieren und Bewegen auch wichtig gewesen, und ich habe es nicht geschafft … 😦

Die Schattenseite: als es heute abend dann Zeit wurde, Liam zu inhalieren, hab ich mich entschieden, dass ich jetzt einfach keinen Nerv mehr dazu habe, und es Liam sicher nicht umbringt, einmal nicht inhaliert zu werden.. und auch sonst habe ich einmal heute zu Liam rübergeguckt und gedacht, dass ich das hier viel lieber mit Liam machen würde…

Im Moment finde ich fast, ich schulde es weniger Momo und mehr meiner sehr lieben Reitbeteiligung, alles Mögliche zu tun, um ein sicheres Reitpferd in einem sicheren Reitumfeld zu kreieren. Für die nähere Zeit werde ich mehr Zeit in Momo investieren, aber auf Dauer werde ich nicht zulassen, dass Liam die zweite Geige spielt, oder der Rest meines Lebens völlig geopfert wird…

 

Entwarnung :)

Seit der kleinen Krise letzte Woche direkt gefolgt von dieser unschönen Situation hat sich Momo wirklich vorbildlich benommen. Er hat einmal noch die Ohren angelegt bei einer mehr als harmlosen Untersuchung seiner Schulter, und ich habe gleich laut eine große Geste gemacht, und dann weiter gemacht. Er spürt bestimmt auch eine gewisse Strenge oder Resolution – und ist im Umgang, und beim Reiten, ein Gentleman. Heute und gestern nur Schritt und Trab und kein Buckeln!

Für die Wochen, wo am Wochenende dann die 2 langen Ausritte fehlen und er nur mit dem Liam „Seniorenschwimmen“ gemacht hat 😀 , haben wir (RB und ich) uns überlegt, dass so Situationen durch Longieren direkt vorm Ritt, und durch keinen Galopp auf dem ersten Ritt entschärft werden sollen.

Irgendwie bin ich dem Biss dankbar, macht er doch auch deutlich, dass Momo zwar süß und schön ist, und bestimmt nicht böse ist, aber trotzdem – zumindest im Moment – eine ganz klare Führung braucht, und dass auch das Buckeln etwas sein sollte, was ganz klar unterbunden werden muss durch Vorbeugen und gar nicht toleriert wird…

( ich bemühe mich auch wirklich auf Hochtouren, uns eine Weide für den Sommer zu besorgen und hab auch Hoffnung, eine Halle in der Umgebung mitbenutzen zu dürfen, also genau genommen gibt es noch diese langfristige Lösung zu meinem Momo Problem, weil Unausgelastetsein ist zumindest Teil des Problems. Aber das Rumfragen ist mühsam und zeitauftreibend… 😉 )

Aber so darf Momo auf jeden Fall bleiben! Sehr aufmerksam, sehr höflich, netter Zockeltrab.


In anderen Nachrichten ist Liam viel fitter und geht die erste Hälfte des Ausrittes toll mit. Nach der Hälfte ist die Luft draußen und ich steige ab, der Gute hat ja eigentlich null Kondition mehr… 😦 zusätzlich hat er angefangen, auf der Strecke hinten links zu entlasten (nach einem großen Stein) und ich weiß gar nicht, ob er umgeknickt ist oder ein Hufgeschwür ausbrütet, oder ob alles bestens ist… 😉  aber ich denke, auch wenn ja, wird es nicht das Ende der Welt sein ❤

Schaut mal: Momo isst Zuckerrübenschnitzel, um nicht vom Stengel zu Fallen, während Liam entspannt inhaliert (man bemerke die Schonhaltung hinten links..). Liam inhaliert lieber, als zu essen!!!!!

 

Schöne Ausritte:)

Uns geht es gut! Wir üben an ganz verschiedene Sachen (Kegel aufstellen, Hinlegen), Reiten auf dem Platz und ab heute werde ich auch die Manieren wieder verstärkt dazu nehmen (Stichwort: Disziplin 🙂 )

  • Auf dem Platz ist Liam brav, aber händig, und weiterhin haben wir nur ein schmales Fenster zwischen flott-und-über-dem-Zügel und müde-und-triebig, währenddessen er sage und schreibe eine nette Haltung annimmt! 😀
  • Kegelaufstellen macht Spaß, scheitert allerdings daran, dass Liam zuviel eigenen Spaß hat! Kegelrumflippen macht so viel Spaß und ist in sich selbst so stark verstärkend, dass ich grade an der Clickergrenze bin – genau Markieren geht nicht, da er auch nach dem Click weiterfummelt. Aber hey, wenns ihn glücklich macht, kann ich es echt verkraften, dass er es nicht kann! 😀
  • Hinlegen! Schon mal probiert, aber wir sind einfach nicht weitergekommen. Auch wenn ich lobe wie ein Ochs, wenn es passiert, ist Liam nie wirklich auf Spürensuche gegangen, was ich von ihm will, und er legte sich auch zu selten hin… oder wenn er auf Spurensuche geht, kommt er nicht drauf und gibt viel zu schnell auf… ABER jetzt da Sommer ist, und ich Abspritzen in sein Programm aufgenommen habe, kann ich ganz easy Liam zum Wälzen bringen! 😀 Ich mache ihn nass, er wälzt sich. Muss doch möglich sein, Liam das durch positive Verstärkung beizubringen oder?! 😀
  • Ausritt! Wir waren auf diesem einmalig schönen Weg zu einem alten jüdischen Friedhof gewesen, den ich dann im Nachhinein auf dieser tollen Wanderkarte nachgezeichnet habe! Für alle in Bawü, das ist eine tolle Resource! http://alpregio.outdooractive.com/ar-kraichgau-Stromberg/de/alpregio.jsp#tpdt=hikingTourTrail&tab=TourplannerTab
  • Beim nächsten mal gibt es dann, versprochen 😉 schöne jüdische Friedhofs- und Mausoleumsbilder!

ausritt sylvia friedhof

Back to business

Das Pony und ich machen wieder was! ❤

Donnerstag war Liam ein liebes, wenn auch grasgeiles Jugendlichen-Pony. Er hat mal wieder an der Longe seinen langsamen Zockeltrab ausgepackt für seinen Reitanfänger, der merklich sanfter ist, als wenn er so longiert wird oder geritten wird 😉 ! Allerdings war er von unten praktisch unführbar für sie – überall GRAS, wo man dann sein unerfahrenes Führpersonal „hinführen“ kann 😀 ; ich weiß nicht, ob ich mich schäme für seine Grasgeilheit (ne, eigentlich nicht… 🙂 ), oder vielmehr insgeheim zufrieden feststelle, dass er bei mir zumindest in diesem Rahmen viel bessere Manieren hat. Aber das ist ja sowas wie der Ritterschlag der Reiterei – ein Pferd an Gras Vorbeiführen/Reiten…. 😛

Samstag, erster Soloausritt! Liam war brav, bisschen lasch, gar nicht nervös 🙂 Das Grasproblem war mittelschlimm, aber ich habe mich auch nicht religiös an die Anweisung gehalten – eigentlich sollen wir gar nicht ins Gelände. Aber der Reitplatzboden ist so tief, und das Gelände so schön, und nur streckenweise begrast………….
IMG_0865IMG_0868
Montag, Ausritt zu zweit! Liam war wieder lasch :S dafür war er sehr brav in Sachen Gras, und in dem Rahmen wie heute kann ich mich damit abfinden ❤ ! Man muss dazu sagen, er war relativ satt, von daher ist es wohl ein bisschen geschummelt; aber Liam lernt das Wort für ‚du darfst fressen‘ (‚Okay‘), was im Gegensatz zu unserer bisherigen Geste auch vom Sattel aus funktioniert, und es hat gut geklappt 🙂
Auch hier bemerke ich insgeheim, dass, so leidig das Grasproblem bei uns auch ist, dass es trotzdem um Längen besser ist als bei anderen Reiter-Pferd-Kombis…  natürlich hat dieses Gefühl auch viel damit zu tun, dass unser neues Graskonzept mir einfach das Gefühl gibt, mit Liam neue, revolutionäre Wege zu beschreiten 🙂 Aber die Zeit, die unsere Mitreiterin gebraucht hat, um mir ihrem Pferd zu streiten, haben wir für ein nettes gepflegtes Grastraining benutzt 😀
That’s it! 😀
PS naaatürlich tut sich in meinem Hinterkopf was zum Thema ‚warum ist das Pony so lasch?‘ Es ist doch nicht etwa Allergiker-related??? Weil die Anfänge von Liams-Lunge-schleimt-zu fangen genauso an, Pferdi ist matt…
Er ist zwar definitiv schon wieder aus der Form, aber ich glaube nicht, dass er so atmet, wie wenn er krank ist. Klingt jetzt irgendwie esoterisch, aber  er klingt nicht ‚eng‘ oder ‚gestresst‘, von daher werde ich erst mal nicht mit Kanonen auf Spatzen schießen. 🙂

Liam and me got our mojo back

Was der Titel sagt: das erste mal ausreiten alleine nach unserem Malheur

Voller Erfolg!!! ❤

DSC_3162

Dazu muss ich sagen, wenn äußere Umstände mich nicht dazu gedrängt hätten, hätte ich noch ein bisschen gewartet. Allerdings haben wir keinen ordentlichen Platz, und unsere Ausreitpartner möchten nicht mehr mit uns reiten, weil a) Liam von ihrem Wallach nicht mehr akzeptiert wird, und b) weil Liam zuviel Stress in die Gruppe bringt, von daher, wat mut dat mut. Nebenbei bemerkt verstehe ich diese Entscheidung total, obwohl sie natürlich für uns doof ist.

Ich habe zuerst Liam null vertraut, und habe erhebliche Bedenken gehabt, ganz ehrlich…

Mit der Zeit konnten wir uns aber entspannen, und ich konnte erkennen, Liam ist im Grunde genommen noch immer so wie früher 🙂 ❤

Liam war kernig, und hat sich dennoch unter Kontrolle gehabt, und ich bin stolz auf ihn. Er hat gequickt und mit dem Kopf ein bisschen geschüttelt, aber überhaupt nicht gebuckelt, vielleicht hat er ja doch etwas bei der Sache gelernt…? Und er war cool, obwohl der Wald gerodet war, und daher sehr unbekannt und fremd ausgesehen haben müssen.

Eine Innovation, die ich auch in Zukunft weiterführen werde, ist einfach mal anhalten und zwischenclickern. Besonders wenn Liam sich aufgeilt an irgendeiner bevorstehenden Galoppstrecke, möchte ich ihn zu mir zurückholen.

Apropo Galoppstrecke, auch hier fängt ein neues Kapitel an; es wird erst auf halber Strecke angetrabt, und dann ist Liam auch gar nicht mehr so hitzig. Von daher ist es gar nicht so schlecht, dass wir nicht mehr in Begleitung ausreiten, weil da dieses Galoppstrecken-Verhaltensmuster herkommt…

Von daher: voll happy 😀

xxx