Pferdi gehts zu gut (außerdem: Merry xmas!)

Frohe Weihnachten!

Desweiteren: Pferdi fühlt sich sehr, sehr gut. 😀

Mit Liams erwachenden Lebensgeistern hat er auch leider seinen Verstand verloren, und geht seit dieser Woche auf sämtlichen Galoppstrecken gepflegt durch. Wir hatten tänzeln, Kopf schütteln, und Volten um ihm vom losdüsen abzuhalten. Trotz allem ist er nicht ängstlich oder nicht nervenstark, er möchte nur flitzen flitzen FLITZEN.

Er kriegt ja im Moment Zusatzfutter fürs Immunsystem (Immunopower), und ich weiß nicht was da drin ist (Crack? 😉 ), aber diesem Pferd geht es sehr gut. Geil! Ein Erziehungsproblem, also weniger geil, aber trotzdem auch geil. Jetzt das ganze noch in konstruktive Bahnen lenken, und ich bin wunschlos glücklich 🙂

P1070056Ein glücklicher Flummi nach der Arbeit

 

 

 

 

 

In diesem Zusammenhang habe ich mir Gedanken gemacht, was ich mir für 2016 ponytechnisch wünsche.

  1. Gesundheit
  2. Liam ist ewig entweder zu faul oder völlig tiefergelegt mit einer Prise Größenwahnsinn – ich wünsche mir, ein goldenes Mittel zu finden, wo Liam Kraft UND Konzentration hat.
  3. Um 2) zu erreichen brauchen wir mehr Unterricht und mehr Routine.
  4. Und für 3) brauchen wir einen richtigen Reitplatz, was wir im neuen Reitstall hätten.

Kurzum freue ich mich auf den Umzug, hoffe, dass alles so klappt wie ich es mir vorstelle, und es weiterhin so ähnlich gut wie dieses Jahr klappt… Frohe Weihnachten!

Pony in der Dämmerung

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Spazierengehen in der Dämmerung: manchmal muss man sich vor Augen halten, wie viel Pferdi schon alles gelernt hat, und wie gesittet er doch ist: als 4-6 Jähriger wäre das hier eigentlich unmöglich gewesen: besonders der böse Rolladen hat ihm immer wieder Angst eingejagt. (Jetzt nicht mehr 🙂 )

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Als wir zuhause ankamen war es dunkel, und es gab Abendessen 🙂

The End

PS Liam ist wieder normal engagiert und interessiert! 😀 Also, im Gegensatz zu den letzten Posts click! und click!

Impasse

Liam sagt ‚Nein‘.

Wenn ich es etwas genauer wissen will, sagt er ’nein, außerdem sind deine Leckerli scheiße und du stinkst‘. Dann frage ich mit Gerte, und Liam sagt, er hasst mich. *

Manchmal macht es weniger Spaß als an anderen Tagen, Pferde zu halten/reiten etc… Hier ist mal wieder eine Situation, mit der ich nichts anfangen kann. Ist Liam krank? Depressiv, weil alleine? Kann er mich aufs Verrecken nicht leiden? Rieche ich vielleicht tatsächlich 😛

Wird das besser? Wenn nein, wäre das schlimm für mich? Würde Unterricht das besser machen (oder gleich, oder schlechter)?

*ich weiß, ich wollte mal versuchen, ohne. Projekt Gassigehen nur mit positiver Verstärkung läuft weiterhin, aber Liam ist nicht stark genug motiviert durch Leckerlis, irgendwas sportliches zu tun… which, HUH?

Ausreiten und Clickern

Am Wochenende waren wir ausreiten, sic: war eine feine Sache!

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und heute waren Liam und ich Gassi: ich habe 1000 Heucobs in der Tasche gehabt, und habe mein allerbestes getan, nur positiv zu verstärken 🙂 also, es sind wirklich Welten zwischen NUR positiv arbeiten, und ‚teilweise Druck ausüben und dann die Reaktion clickern‘.

Wenn ich ehrlich bin, fühle ich mich im Moment ruderlos. Es hat heute nach einer Weile gut geklappt, und wir sind in den Fluss gekommen, und haben auch gejoggt und so, und doch weiß ich nicht, ob ich überhaupt eine legitime Methode anwende. Ist es besser, dem Pferd verschiedene Signale beizubringen für gehen und stehen, oder versteht es ein Signal am besten, nämlich ‚hefte dich an meine Fersen‘? Ich weiß es nicht mehr.

Jetzt im Winter ohne Reitplatz werde ich auch erst mal nur von Liam Feedback bekommen, und das ist ein komisches Gefühl…

xxx

 

 

 

Halbherzig beim Pferd sein…

…ist einfach nur dumm.

Man sollte auf jeden Fall die Zeit und ein Konzept haben, und trotzdem passiert es mir immer wieder, dass ich mit ganz wenig Leckerlis und begrenzt Zeit irgendwas mit Pferdi machen möchte. Schließlich soll er sich ja viel bewegen, und ich wollte Hufschuhe für hinten testen und und…

So auch heute: Liam bleibt gerne auf dem Hinweg viel stehen – ich habe das weniger gerne. Statt das vorwärtsgehen zu erklickern, benutze ich eine inkonsequente Mischung aus pressure-release und laissez-faire (schließlich möchte ich die wenigen Leckerli, die ich habe, für das Aufsteigen aufsparen…). Das ist wenig effektiv und ich merke beim Loslaufen, dass ich anfange sauer zu werden…
Dieses Gefühl habe ich allerdings schnell erkannt und abgestellt! Das rechne ich mir durchaus positiv an 🙂

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Ich muss mich echt erinnern: Klickern ist genauso konsequent und diszipliniert wie jede andere Methode, wenn man es richtig macht! Und da muss ich an mir arbeiten!! Ich finde immer mein Pferd so lieb und nett (und das ist er ja auch *fast* immer), und bin dann dementsprechend überrascht, wenn doch mal ein Supergau kommt.*

Also ich möchte betonen, Liam war heute nur dröppelig und eigensinnig, die Überlegungen heute sind weniger die Konsequenz zu seinem Verhalten als zu meinem…
Der Rest vom Ausritt war nett, und ich freue mich, dass ich mal wieder erinnert wurde: mehr an mir selbst zu arbeiten, und mehr Verantwortung für eigene Fehler zu nehmen!!

Xxx

* Diesen Blogpost hätte ich am allerliebsten irgendwo tieeef in meinem Archiv versteckt, berichtet er doch von Halbwissen und einer groben Fehleinschätzung von Liams Innenleben…  (und ist ironischerweise der meistgelesenste Artikel im ganzen Blog!?)

Auf der Suche nach der goldenen Mitte

Letztes mal habe ich ja das Thema ‚Schenkelschule‘ angesprochen: Click!  Und auch Hier haben wir Kontakt zur Schenkelschule gehabt.

Gefallen hat mir/uns das nicht soo gut, und ich bin mir sicher, dass das eine stark wertende Beschreibung von mir war. So wie ich das kennengelernt habe, ist das eine stupide, mechanische Methode, die das Pferd garstig macht, und irgendwo auch den Reiter.. zumindest meine Meinung 🙂

Dann habe ich diesen Blogbeitrag von Lieblingspferdchen wiederentdeckt: http://www.coreloop.com/friends/tamina/wordpress/?p=1459 und was soll ich sagen, ich habe mich in dem Artikel so wiedergefunden: ich zitiere mal:

„Was ist wenn das Pferd es prinzipiell verstanden hat aber dennoch nicht prompt und voller Schwung und Eifer reagiert und losmarschiert wie ein Paradepferd? Ich denke kaum, dass es nicht will. Ich denke es kann vielleicht nicht. Ja! Und zwar nicht weil es lahm ist oder ähnliches sondern weil es sich verkrampft. Bei Rennpferden konnte in einer Studie gezeigt werden, dass die Peitsche im Endspurt keinen Einfluß auf den Sieg hat und in einem Rennpferdetrainingsbuch, dessen Titel ich gerade nicht parat habe, wurde sogar gemutmaßt, dass die Peitsche im Endspurt die Pferde sogar langsamer macht, eben weil sie sich verkrampfen und dann keine optimale Leistung mehr bringen können. Vielleicht halten sie sogar den Atem an“

Und

„Man sollte lieber mal an sich arbeiten bevor man meint irgendetwas am Pferd verbessern zu wollen. Meistens muß man dann nämlich gar nichts mehr am Pferd verbessern wenn man sich fertig korrigiert hat.“

Ja, das klingt richtig!!! Liam weiß auch, was Schenkel bedeutet, und kann darauf auch fein reagieren, aber eigentlich ist es ja kein Wunder, dass er manchmal zäh ist, wenn ich die letzten Monate (?) unbewusst wie eine schiefe Gurke geritten bin, oder?? Ich bin sicher, da spielt seine mangelnde Kondition schon auch eine Rolle, aber trotzdem…. wo ist denn nun der Unterschied zwischen Zwingen und ‚Stark-ans-Herz-legen‘?

Also, ich fühle mich in meinem Wunsch bestärkt, Liam und mir ein bisschen mehr Zeit zu geben. Wir werden an meiner/unserer Schiefe und meinem Hohlkreuz arbeiten, Übergänge machen, Tempounterschiede reiten und dabei so fein wie möglich sein. Wir werden Kondition üben, Schulterherein üben, Berge klettern und Rückwärts den Berg hoch richten. Und das ist ja auch ein vernünftiger, konsequenter Plan, der nichts mit Nachgiebigkeit und Pferd-Vermenschlichen zu tun hat.. oder?

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In anderen Nachrichten: den Pferdis gehts gut! 🙂 Allerdings ist im Moment im Stall halligalli mit dem Bau des neuen Kuhstalls, und unser Paddock wird dadurch sowohl kurzfristig als auch langfristig unbekannt stark in Mitleidenschaft gezogen. Wenn ich ehrlich bin, bin ich stark besorgt, was dabei rauskommt, und ob das dann noch die Sorte Stall ist, wo ich mein Pferd stehen haben möchte… ?

Take that, Liam’s education!!

Tjaja, also gestern hat Liam seine Mähne gewaschen bekommen, und ich dachte, das wird eine kleine Tragödie, die 3 Stunden dauert, unendlich viel Geduld + Geschick + Konsequenz benötigt und 100 Leckerlis. Ungefähr so, nur mit ein bisschen ‚higher stakes‘, weil ich Liam nicht einfach unter den Arm packen kann und ein ‚Time out‘ geben kann: candh

Source: http://theaimn.com/handling-toddler-tantrums-soothing-the-savage-beast/

Aber: Liam fand es zwar sch****, aber war ABSOLUT brav. YES!!!

PS: Es hat trotzdem ewig gedauert, weil seine Mähne so wild war, und Melkfett + Erde KEINE GUTE Kombination sind…