So klug, so lieb, so keusch :D :D :D

Jaaaa, es ist eine Momentaufnahme; ich fand unsere Einheit fast langweilig anzusehen – ich bin viel am langen Zügel geritten, ich muss meine innere Hand hochstellen, ich darf nach dem Galopp nicht direkt clickern….. ABER er ging gut fortwärts 🙂 Und hatte glaube ich Spaß 🙂 UND beim Angaloppieren setzt sich der Gute auf die Hinterhand!! 😀 UND wir haben Linksgalopp geschafft!!!:D

Liam war heute einfach super süß, und die Herde sowieso:

Brauchst du Hilfe beim Trinken?

 

Brauchst du Hilfe beim Kacken?

Und keusch. Keusch ist der Gute auch, 99,5% sicher 🙂

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Liam ist begeisterter Dilettant…

…So wie ich auch!! Heute waren wir ein bisschen auf dem Platz reiten, und während wir geritten sind, hatte ich kein gutes Gefühl – Liam ist immer noch nicht so fit, dass er längere Zeit spritzig ist – er ist spritzig, und dann wieder matt. Außerdem ist der Boden teilweise richtig tief, sodass man wirklich unmöglich in die Ecken reiten kann, und man tendenziell einfach den vorgetrampelten Longierzirkel reitet, der eben und fest ist; dann kommt noch dazu das Gefälle, und ich habe einfach das Gefühl gehabt, dass wir RUMEIERN.

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also mal ehrlich, ja wir eiern rum ohne Hufschlagfiguren und Zügelverbindung, aber es könnte schlimmer sein 🙂

DAZU kommt noch Liams neue Begeisterung für den Galopp ❤ Kann er das gut? Im Vergleich zu anderen Pferden? Nö, wirklich gar nicht 😀

Aber er weiß, dass ich das toll finde, und im Moment haben wir halt das Zwischenprodukt, dass es uns den Trab ruiniert, weil er laufend so ein bisschen Gallöpieren will, aber er kriegt es nicht so geregelt. ❤ ❤ Er ist so wie diese eine Person, die liebevoll und mit Hingabe schreckliche Handarbeiten bastelt und strahlend verschenkt. Um zu Galoppieren, denkt er, muss man den Kopf hochreißen und dann plötzlich lang und tief, was dann bewirkt, dass ich am langen Zügel geritten bin. Mit soviel unkoordinierter Kopfbewegung ist es zumindest für mich ganz unmöglich ihm nicht im Maul zu ziehen!

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Hier sieht man mal, wie sehr der Zügel springt…

Hier sind die Sachen, die mir total gut gefallen haben: freiwilliges Laufen, wenn auch nur für Reprisen; ich finde, im Video sind meine Hände schön ruhig und in einer guten Position, und ich sitze alle seine seltsamen Hopser sehr gut und störe Liam bei seinen Galoppexperimenten nicht.

Und seine Händigkeit ist richtig okay! So lange hatte ich ein Pony, dass nach rechts NICHT gehen sondern eher nur kippen konnte, und das Problem ist BEHOBEN!! Erinnerst du dich?

Siehst du? Ich bin so froh, das Video gemacht zu haben 🙂

 

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At liberty with Liam

Manchmal fühle ich mich mit dem Pony ruderlos (und habe das dann auch entsprechend manchmal verschriftlicht 🙂 ), und manchmal habe ich das Gefühl, ich brauche überhaupt keine Anleitung: es läuft schön, es hat eine eigene Dynamik und wir tasten uns irgendwie voran 🙂

Im Moment ist so eine Zeit. Ich habe ja im Winter versucht, ein neues Signal einzuführen, dass die leidige Gerte ersetzen soll. Versuch und Irrtum haben gezeigt, dass die Hilfe sehr brauchbar ist, und Liam und ich so an dem Sirenengesang des leidigen Grasstreifens ohne Ziehen vorbeikommen. Meistens! 😀

Ich habe einfach gestern beim Ausritt/Spaziergang festgestellt, dass ich die Hilfe viel gebe, und Liam sehr genau weiß, was sie heißt, und meistens schön darauf anspringt 🙂 es ist tatsächlich viel pferdefreundlicher und effektiver als eine halbherzig benutzte Gerte, und eine vollherzig benutzte Gerte ist sowieso seltenst das richtige Mittel der Wahl…

Das Signal hat auch viele Vorteile im täglichen Leben (um mal auf den Titel zurückzukommen 🙂 ) Mit dem Signal kann ich Liam jetzt noch mehr frei ‚longieren‘ – ohne Longe ging ja schon länger, aber ohne Pitsche eher schlecht – Pferdi läuft halt nicht 😉 aber so habe ich eine Hand, der er mit dem Kopf folgt, und die andere Hand kann z.B. die Hinterhand  übertreten lassen. Oder so 😀 Wir sind weit entfernt dann, Profis zu sein, aber es gefällt mir im Moment einfach so gut, ohne Plan zu gucken, was funzt.

Ich lerne auch viel über Liam – nach jedem Click+Leckerli dreht er sich demonstrativ erst mal weg, und überlegt (oder so?), bis er wieder zu mir kommt um eine neue Sache zu machen. Wenn ich ihn normal am Halfter hätte, mache ich zwar schon konsequent Pausen, aber ich wäre nicht wirklich auf die Idee gekommen, dass Liam ganz dringend die Pause OHNE mich braucht.

Charakterlich ist er so anhänglich wie selten zuvor 😉 : kaum schnappig, legt den Kopf auch mal kurz in meine Hände… eigentlich ist das ja eher traditionell bei Liam ein Zeichen, dass Liam krank ist (äh, wie z.B: hier!)

Allerdings ist Liam lustig!

Gestern, beim Liberty-Turnen: Liam galoppiert in seinem Schaukelstuhl-Buckelgalopp um mich herum (ausbaufähig, ich weiß 🙂 ); ob er die räumliche Orientierung hatte, den Springblock zu sehen, hoffe ich sehr, allerdings ich war überrascht, plötzlich vor einem Hindernis zu sein. Wir beide machen eine kleine Vollbremsung, Liam steigt ein bisschen. Ich fand das lustig und musste lachen, will das aber auch nicht fördern – er soll erst mal normal galoppieren können, bevor ich ihn in irgendeiner Hinsicht ermuntere, noch mehr zu hopsen als zu laufen 🙂

Auch heute im Paddock hat Liam diverse Buckel- und Levadenmaneuver gebracht, ganz ohne mein Imput 🙂 äh, gottseidank ziehen wir bald um, und hoffentlich verstehen sich die Wallache blendend und können dann untereinander Hengstchenspiele spielen!

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Und natürlich zum Schluss 🙂 : Ich will nicht sagen, dass Korrektur und Fachwissen nicht wichtig sind 🙂 sie sind sehr wichtig, werden wir bald wieder in Anspruch nehmen können, und ich freue mich drauf 🙂