Leider auch so am verfetten:(

Tja, ne? In den letzten 2 Wochen hat Liam massiv zugelegt; ich kriege den Gurt kaum noch zu, und nur wenn ich den Sattel einen Tick zu weit nach vorne lege 😦

und er hat diese tollen Fettplacken 😦

Jetzt, ich sage nicht, dass er obszön fett ist. Aber ich sage, wenn das so weitergeht, dann ist er obszön fett.

Ich WUSSTE das 24h Heu kritisch wird. Und das war etwas, dass ich wirklich nicht wusste vor dem Einzug 🙂

Gestern habe ich noch Zweifel gehabt – bilde ich es mir ein?? Mann, muss ich mir immer im Weg stehen und an allem rumpinzen? Sei doch mal froh, dass die Allergie und das Decken gemanaged ist!! Keiner hat Bock auf jemanden wie mich….

 

Jetzt weiß ich, dass ich Recht hatte – unsere RL war da und hats bestätigt. Sie hat zwar noch vorgeschlagen, Liam stundenlang wöchentlich durchs Gelände zu traben, aber weißt du was? Ich verbringe 15h! die Woche mit Saubermachen und Füttern. Ich will Reiten nicht als Pflicht empfinden! Mit dem Speck und allen Gesundheitsgefahren im Nacken!

Dieses Pferd bringt mich noch an den Rande des Wahnsinns…  und Liam, ich habe dich wirklich, wirklich lieb!!! ❤ aber du bist hightech-iger als die Polizei erlaubt!


Und unsere Reitstunde war auch nicht so das wahre. Ich war gestresst und verspannt, aber ich glaube ich hätte Liam geradegerichtet bekommen, und alles wäre gut. Bei Liam ist es glaube ich ein mentales Problem mit dem Reinkommen, kein Körperliches. Aber sie hat dann mich korrigiert, so dass wir in kleinen Zirkeln unkontrolliert herumeiern. Dann hat sie sich draufgesetzt, aber dann genau das gemacht, was sie mir nicht erlaubt hat, und dann beim Traben sah es einfach furchtbar aus. Ich weiß, dass meine Freundin ihn letztens viel besser geritten ist, und ich auf dem Video auch. Und dann war es vorbei, es sah nicht gut aus bei keinem, ich habe nichts gefühlt oder verstanden oder gelernt, und in Kombination mit dem obigen Inhalt bin ich mal wieder ordentlich frustriert 😦

Klar ist da Tagesform und so ein Faktor, aber ich hätte gerne irgendein Ergebnis gehabt….

Diesmal mache ich alles richtig! :)

Hängertraining Klappe die erste (von mindestens 2 Klappen):

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Liam war überraschend bereit, mit dem Hänger was zu machen (Kommentar von unserer RL: der will wohl auch weg! 🙂 ) Beim nächsten mal machen wir Trennwand und Klappe zu.

Ich bin SO FROH UND DANKBAR! Ich habe echt gemerkt, dass mich die letzte Hängerfahrt ungefähr ähnlich traumatisiert hat wie Liam. Ich hatte zwar keine Todesängste (wie Liam??), aber die völlige Überforderung plötzlich in so einer Situation zu sein, und die Schuldgefühle danach, gestattet zu haben, dass ihm das passiert, waren auch schon richtig doof. Ich war dementsprechend ganz schön nervös heute, obwohl ich wusste, dass ich unserer RL 100% vertrauen kann.

Daher habe ich nur zugeguckt, und Liam hat mit Touch und später mit Anfragen über den Strick, sich reingetraut 🙂 ich war so erleichtert und stolz auf Liam ❤

Auch, dass sie kommt für das endgültige Verladen wenn der ‚richtige‘ Hänger kommt, erleichtert so einiges 🙂

Unterricht! :)

Heute, Führen und Grasen Klappe die Zweite 🙂 Es wird wohl noch viele Klappen geben… 😉

Es ist schwer, wenn man eine Technik mit dem Pferd gut beherrscht und dann umlernen muss, weil die Technik nicht durchdacht ist und überhaupt nicht da ansetzt, wo Liam das braucht. Ich hatte schon viele Übungsstunden mit Führtraining, aber diese Technik, die sowohl viel auf Release setzt und gleichzeitig das Pferd halten kann durch Körperspannung, ist Neuland.

Diesmal war ich allerdings präsent genug, ein Video zu drehen. Leider hat mich das Video am Konzentrieren abgehalten, daher habe ich es wieder sein gelassen. Ein Versuch war es wert gewesen.

Zunächst habe ich die Grundtechnik erlernt für Pferd-vom-Grasen-Abhalten vom Sattel aus. Man hält den Zügel an der Schnalle mit Hand 1; bevor das Pferd den Kopf senkt, nimmt man die Faust/Hand 1 hoch und lässt die andere Hand/Hand 2 durch den Zügel gleiten. Die Fäuste sind beides aufgestellt, der Zügel läuft nicht durch den kleinen Finger, der Zügel ist wieder gespannt. Die andere Hand/Hand 2 steht am Sattel an. Es wird also sozusagen ein Spannungsdreieck aufgebaut. Es wird begrenzt, nicht gezogen. Wenn Pferdi nachgibt, release und click. Nach einer Weile reicht auch nur Release. (dauert noch bis wir so weit sind 😉 )

In den Sattel bin ich allerdings nicht gekommen, da es vom Boden aus schon verwirrend genug war. Ich war verwirrt, ob das Pferd jetzt abbiegen oder nur den Kopf drehen soll (war wahrscheinlich meine persönliche Tagesform… 🙂 ) Dazu kam, dass Liam natürlich Führen in Stellung kennt, und gleich auch in den Kringelmodus geschaltet hat. Also musste ich mit aufgestellter Hand den Kopf raus führen.Es hat geholfen, als wir dann eine konkrete Form (Dreieck) hatten zum Führen.

Es ist immer eine Wonne ihr mit Liam zuzugucken, Liams Schlauch weht fröhlich im Wind und er ist voll konzentriert. Bei mir klappt es erst nach einer Weile, dann aber schon recht okay. Ich tröste mich, dass ich Sicherheit und ‚magische Präzision‘ 🙂 wieder erlangen werde, wenn ich eine Routine entwickelt habe, wie ich es ab jetzt machen werde.

Zum Schluss haben wir rückwärts füttern gemacht. Da Liam sehr vorhandslastig war, und immer wieder selber losläuft, soll das Leckerlie hinter seinem Schwerpunkt gefüttert werden. Wird gemacht!

Liam ist absolut verliebt und leider nicht in mich 😉 Also, ich werde es überleben, aber da sieht man mal: es geht beim Clickern nicht nur um die Leckerlis!! Gefüttert wurde von beiden Personen dasselbe, aber Sicherheit und Präzision machen was aus… Gut, dass wir wieder Unterricht nehmen 🙂 🙂 🙂

 

xxx

 

Manchmal braucht man einen Profi!

Willkommen zur heutigen Edition von ‚manchmal braucht man einen Profi!‘. Das hier sind größtenteils meine Notizen von unserer Stunde, Bildmaterial gibt es (im Moment) kaum, sry!

Liam und ich haben heute GRASTRAINING gemacht! 😀

Das Konzept verfährt zweigleisig: das erste Gleis ist, durch bewusste Strickführung und Körperspannung ideal das Pferd halten zu können und aus dieser Position fein zu lenken und dirigieren. Man soll immer darauf achten, gerade und ausbalanciert zu stehen, der Strick wird in zwei Händen gehalten – wenn ich links vom Pferd stehe, greift die rechte Hand zuerst, Daumen nach innen. Die linke Hand muss an dem Strick entlang nach vorne gleiten, ohne Druck auszuüben. Wenn man am anderen Strickende angelangt ist, wird die Faust aufgestellt. Auch das hier ist noch neutral. Erst dann kann man das Pferd dirigieren, wie an einem Joystick. Dieser Prozess ist wichtig, weil in dem Moment, in dem man die Faust aufstellt, sich idealerweise auch die Schulter zurückrotieren soll. Und das ist ein Element für den festen Stand. Und Handschuhe sind auch ein wichtiges HIlfsmittel..

Zuerst hat unsere RL mir das gezeigt, und Liam auch gezeigt wie es geht. Bei den beiden sah das auch ziemlich einfach aus, und ich habe gedacht, huh, scheinbar ist Pony heute nicht soo hungrig 😉 LOL.

Ich habe mich schwer getan, weil diese andere Strickführung unglaublich anders ist, als ich es gewohnt bin. Aber auch bei mir habe ich gesehen, dass ansatzweise das eine wahnsinnige Verbesserung darstellen könnte.

Das zweite Gleis ist der Clicker. Jedesmal wenn Liam fein reagiert, oder in der Nähe von Gras brav steht, gibt es hochfrequente Leckerlis (in diesem Fall Gurbe, was sie mitgebracht hat. Fand Liam KLASSE, und ich auch, weil weniger Kalorien als Leckerlis und größere Gebinde, und wird jetzt geshoppt!). Ich war überrascht, weil Gurbe ja wohl kaum besser schmeckt als Gras?? Aber das Kopfhochholen aus dem Gras ging KLASSE, traumhaft leicht. 🙂

Ich brauche besseres Release und schnelleres Clickern. Und ich darf nicht so defensiv sein. Okay 🙂

Liam hat toll mitgemacht, besonders die erste Hälfte wo nur unsere RL gemacht haben, war schön zuzusehen. Und das Zusehen war essentiell für mich zum Lernen! Auch Trockenübungen haben wir gemacht zum Thema wieviel Druck, wohin geht der Druck etc…

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Der andere Grund warum wir einen Profi gebraucht haben? Weil auf Liams Paddock wohl super viele Jakobskreuzkraut Pflänzchen wachsen 😦 😦 😦 . Ich habe die zwar auch kritisch beäugt, aber sie sahen weder so aus wie die ganz kleinen Rosetten noch wie die erwachsene Pflanze, und ….. tja. Peinlich……….. war richtig viel. IMG_0716IMG_0718

Kommentar der Stallbetreiberin: oh, du hättest das JKK drin lassen sollen, die Pferde fressen das eh nicht…. jaaaaaaaaaaa, was soll ich sagen…. ich wollte das draußen haben, basta!!!

 

Reitstunde!!!

Äh, also wir haben uns eine Reitstunde gegönnt! 🙂 Mit unserer tollen, ALTEN Reitlehrerin!:)P1060193

Bei der ganzen Sache haben wir viel gelernt, viel Spaß gehabt, aber es gab auch Punkte, die mich innerlich hadern lassen, und mich wieder in der Tiefe meines Herzens überlegen lassen – was und wieviel ist genug, und wieviel is zu viel.

Aber alles der Reihe nach! 🙂

In letzter Zeit kämpfen wir ja extrem mit der Schiefe – rechts rum geht viiiiel besser als linksrum. Und das ist in dieser Stunde SO VIEL besser geworden! Vor allen Dingen, sinnigerweise, indem wir an meiner eigenen Schiefe arbeiten. Ich habe mir – obwohl erst vor ca. 1-2 Monat als gradesitzend von der Sattlerin bezeichnet – angewohnt die rechte Seite zu entlasten. Und ungefähr so lange hat unser Schiefeproblem angedauert.

TADA!! Rätsel gelöst! 🙂

Die Frage ist jetzt: was habe ich vor einem Monat mit meinem Körper gemacht???

Es hat eine Weile gedauert, bis Liam darauf angesprochen hat (schließlich hat er sich ja an mich gewöhnt – und ich war schief!), aber dann! Konnte man sich linksrum fast genauso nett biegen wie rechts!

–> rechte Schulter zurücknehmen, mehr Gewicht nach rechts, tiefer nach unten sitzen/rechte Seite länger machen. Desweiteren: nicht so stark im Hohlkreuz sitzen, Arme nicht abspreizen. Hier kann man das Problem gut sehen (und man kann gut sehen, dass wenigstens Liam zu diesem Zeitpunkt sich – trotz mir – gut biegt):

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Wir wurden gelobt, dass wir wenig verlernt haben, dass er entspannt ist, und Liam war total vernarrt in unsere RL – gucken und Kopf zum Flauschen hinhalten! 🙂

Aber: Liam war faul. Überhaupt nicht prompt, und man musste ihn mehrmals mit der Gerte batschen. 😦 Unsere RL hat sogar gemutmaßt, dass er einen Lungenschaden von der ganzen Eskapade vor 2 Jahren (als die Lunge voll zugeschleimt war) mitgenommen hat! Liam hat auch nur wenig Muskeln aufgebaut, und auf den Fotos sieht er auch mal wieder wie eine schlacksige (sehr süße!!! ❤ ) Remonte aus…

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Und dann hat sie das Thema Schenkelschule angesprochen: das ist Batschen wenn schon die leiseste Schenkelhilfe nicht nützt. Das haben Liam und ich schon mal probiert, und wir haben es gehasst: https://hunnenpony.wordpress.com/2015/03/08/ausritt-unterricht-und-zweifel/

Also habe ich sie gefragt, wie sie es macht, und sie hat geantwortet, dass ihr Pferd das nicht braucht. Und da sind wir wieder beim faulen. In der Konsequenz heißt das ja, dass manche Pferde einfach mehr zu ihrem „Glück“ gezwungen werden müssen. Unsere alte RL hat jetzt nicht gesagt, dass das der einzige Weg zu gutem Reiten ist, dass jeder entscheiden muss, wie man reiten möchte, aber es steht irgendwie im Raum.

Ich schwöre: AB HEUTE GEHEN WIR 6 Tage die Woche reiten. Und im Gelände werde ich einen flotten Schritt fordern. Projekt Fitness hat angefangen! Liam, tröste dich: mehr Sport heißt mehr essen 🙂 .

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Reitunterricht!

Aaaaaalso…*drumroll*….

 

wir hatten Reitunterricht mit einer neuen Reitlehrerin! Und das war ein sehr positives Lernfeld, und ich konnte wirklich etwas mitnehmen! Und das schöne ist, Liam fand es AUCH schön! So soll es sein.

Die RL ist auch Osteopathin, und hat bei Liam gleich einen festen ersten Halswirbel festgestellt; sie hat darauf getippt, dass so was entstehen kann, wenn das Pferd plötzlich und mit aller Kraft nach dem Gras zieht. Neinnnnn:) sowas würde Liam NIE machen!! 😀

1) Sie hat mir gezeigt, wie ich sein Genick ganz sachte stelle. Weniger ist mehr. Liam war diese Stunde sehr fleißig und fabelhaft sensibel am Schenkel; sie hat gemeint, das liegt am Genicklockern; ich denke es ist noch ein bisschen früh, seine heutige Tagesform auf die Genickübung zurückzuführen, aber ich bin sehr offen gegenüber der These, und gespannt, ob diese Übung tatsächlich so effektiv ist!

2) Liam war heute sehr auf der Vorhand, und ist unglaublich gekippt; er denkt, er soll sich biegen, und lässt seine innere Schulter fallen. Ich versuche das dann mit dem äußeren Zügel zu korrigieren. Allerdings mache ich dabei meinen Ellenbogen fest, und die neue RL sagt, dass so ich mein eigenes Gewicht nach innen verlagere, und daher das Pony ERST RECHT nicht gerade gehen kann; und siehe da, mit weichen Ellenbogen geht es sehr viel besser. Sehr überzeugend!

3) Die dritte Sache, die wir angesprochen haben, ist das Grasen. Die neue RL verspricht, dass ich mit ihrer Methode Liam ohne Fressen durch langes Gras reiten können werde. Die Methode besteht darin, nicht das Pferd zu strafen, wenn er doch frisst, sondern das Hochkommen zu belohnen; und wenn man wirklich nicht möchte, dass er frisst, dann hält man den Zügel fest bei sich..

Also, das klingt traumhaft, und ich bin sehr offen gegenüber diesem neuen, allerdings habe ich meine Zweifel – schließlich ist das Liams großes, schreckliches Laster. Liam ist auf Trimmkost und hat immer immer immer Appetit, und daran wird sich nix ändern…*

Alles in allem eine tolle Sitzung, in der zwar nicht viel ‚aufregendes‘ gemacht wurde, aber Liam war sehr fleißig und fröhlich, und ich habe was gelernt 🙂 jetzt bin ich gespannt, wie es weitergeht, und ob diese Erziehung ohne (?) Strafe denn funktioniert auf lange Sicht!

 

PS Die neue RL hat gesagt, sie hat schon lange nicht mehr so einen lockeren Rücken wie Liams gesehen 🙂 🙂

* also, für alle Leute, die es unfair finden, dass Liam nicht alles fressen darf, was er will: googelt mal Hufrehe und EMS…

Ausritt, Unterricht und Zweifel…

Hallo liebes Blog,

Uns geht es gut! Der Frühling ist da, und vor wenigen Stunden haben wir einen wunderschönen Ritt unternommen. Laut App: 5 km in 50 min, Durchschnittsgeschwindigkeit ca. 5 km/h:), Höchstgeschwindigkeit 30 km/h. Das mit der App finde ich sehr cool, werde mal sehen, ob ich das auch für mein eigenes Handy organisieren kann! Hier unsere Route, die ich – lowtech! – mit Paint eingezeichnet habe:)

kleine feldstrecke

zum zweiten Thema, das sehr viel schwerer auf mir wiegt… und zwar hatten wir eine neue Reitlehrerin da! Unsere wundervolle, ‚alte‘ Reitlehrerin hat sich ja entschieden gehabt, nicht mehr zu uns zu kommen, weil sie zu viel um die Ohren hatte.

Die ’neue‘ Reitlehrerin ist ein hochdekoriertes Tier, die bei richtig (!!!) tollen Reitern gelernt hat (Egon v. Neindorff und Philippe Karl:)), und ich glaube, mit ihrer Methode kriege ich ein geiles Dressurpferd. Aber:

  • ich rede mit meinem Pferd. Liam ist nicht verwirrt dadurch, und beherrscht ca. 10 verbale Kommandos sicher. Sie meint, dass das Pferd verwirrt wird, und man soll nicht reden. Man sollte das Pferd auch nicht streicheln, und das Pferd darf sich nicht nach dem Reiter umdrehen.
  • ich clicker mit Liam. Liam arbeitet so toll mit. Sie meint, dass man durch das Clickern ‚das Pferd sich selbst entfremdet‘, weil das Pferd so nur mit arbeitet, weil es den Keks möchte. Aber ohne positive Verstärkung arbeitet das Pferd ja auch nur mit, weil es die Gerte vermeiden möchte, oder? Dadurch stellt man ja echt nicht sicher, dass sich das Pferd an der Arbeit freut, oder? Das ist nur Pressure-release…

Was ich einsehe: beim Clickern kommt man nicht in denselben Fluss wie ohne: man muss halt immer mal wieder unterbrechen, um zu markieren, was gut ist.

Die Sache ist die, mit ihrer Methode ist Liam ganz einzigartig toll vorwärts gegangen. Ganz leicht am Schenkel, so geht es sonst nicht vorwärts! Aber um ihn so zu bekommen, musste ich mich streiten: gleich die Gerte wenn er nicht reagiert, und dann macht er einen kleinen Buckler. Unsere alte Reitlehrerin hat dann gesagt, man soll ihn nicht provozieren, aber so haben wir weitergemacht, bis Liam vorwärtsgeht OHNE sich zu beschweren. Und da bin ich mir sicher, das war richtig: Liam KANN ordentlich Schritt gehen, und ein Pferd, das sich nicht genau im Tempo bestimmen lässt, passt nicht auf den Reiter auf, und ein Pferd, das sich beschwert, statt auf die Gerte zu reagieren, passt auch nicht auf den Reiter auf. Allerdings hat die Methode auch bewirkt, dass Liam nicht mehr anhalten wollte, und eigentlich hält er 100% auf Brrrr an..

Die neue RL hat gemeint, Liam müsste man ganz klare Schranken zeigen, weil er wäre die Sorte Pferd, die auch steigt und beißt und tritt. Daran habe ich gekaut!! Bin ich so blind, dass ich ihn völlig falsch lese??!! Ist Liam Alkaida der Pferdepersönlichkeiten??

Aber, und hier bin ich zu folgender Überzeugung gekommen: Liam war struppig, weil er sich ungerecht behandelt gefühlt hat. MEIN Pferd soll sagen dürfen, ‚was dauert so lange?‘ solange er es höflich macht, und er DARF sich zu mir umdrehen, um mich anzugucken!

Allerdings BRAUCHEN wir Unterricht, weil ich sonst zufrieden bin mit dem, wozu Liam halt Lust hat es mir anzubieten. Ich vermisse unsere ‚alte‘ RL, die uns gefördert hat, ohne Liam den Mund zu verbieten… ich kenne Liam seit 3 Jahren und bin seine einzige Reiterin, und er war IMMER anständig, außer, er war erfasst von blinder Furcht/Stress.

Von daher….weiß ich nicht, wie es mit Liams und meiner Ausbildung weitergeht… die anderen Mädels haben jedenfalls gelacht, als ich erzählt habe, Liam wäre ein ganz heimtückischer und potentiell gefährlicher.